Mittwoch, 4. September 2013

Wo bleiben die versprochenen Arbeitsplätze?

Rund 370.000 Arbeitsplätze gab es im Jahr 2012 im Sektor der Erneuerbaren Energien, etwa genauso viele wie im Jahr zuvor. Ein Rückgang bei der Solarenergie wurde durch eine Zunahme bei Windkraft und Biomasse kompensiert. Die Herstellung von Solarzellen und Modulen ist zwar ein symbolträchtiger Teil der Wertschöpfung, aber eben nur ein Teil. Denn auch die asiatischen Fabriken fertigen zumeist auf deutschen Maschinen. Auch die Systemtechnik, wie etwa die Wechselrichter, kommt oft aus Deutschland. Zudem profitiert das Handwerk erheblich von der Nutzung der Erneuerbaren Energien, sowohl im Strom- wie im Wärmesektor. So liegt beispielsweise der Anteil der Produktion von Anlage und Komponenten einer Hausdach-Photovoltaikanlage an der kommunalen Wertschöpfung in 20 Jahren Betriebszeit bei rund 16 Prozent.

Die bundesweite Wertschöpfung der erneuerbaren Stromerzeugung belief sich 2011 bereits auf 10,5 Milliarden Euro. Forschung und Entwicklung der Erneuerbaren-Branche sind in Deutschland ebenfalls nach wie vor gut aufgestellt. Das wird aber nur so bleiben, wenn Deutschland auch in Zukunft ein attraktiver Absatzmarkt bleibt. Im Sektor der Bioenergie sind deutsche Firmen ohnehin stark vertreten, weil hier jede einzelne Anlage individuell projektiert werden muss. Hinzu kommt die Rohstoffgewinnung, die im Inland erhebliches Arbeitsplatzpotenzial bietet.

Fragen & Antworten zum Ausbau der Erneuerbaren Energien
https://www.erneuerbare-jetzt.de

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