Montag, 2. September 2013

Reichen die Erneuerbaren Energien überhaupt für eine Vollversorgung oder brauchen wir Stromimporte?

Natürlich reichen sie, das zeigen viele Studien. So hat zum Beispiel der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) unter dem Titel „Energiekonzept 2050“ nachgewiesen, dass „bei anhaltender Innovationsdynamik schon 2050 in Deutschland ein Energiesystem realisiert werden kann, das zu 100 Prozent auf Erneuerbaren Energien basiert.“ Damit ergibt sich eine großartige Chance für deutsche Forscher und Hersteller, auf diesem Markt eine weltweit führende Position einzunehmen.

Selbst das Abschalten von acht der 17 deutschen Atomkraftwerke nach Fukushima hat Deutschland nicht zum Importland gemacht. Ganz im Gegenteil: Im Jahr 2012 erreichte der Exportüberschuss sogar 23 Milliarden Kilowattstunden – das war der höchste Wert in der deutschen Stromgeschichte und entspricht der Erzeugung von zwei großen Atomkraftwerken. 2013 steigen die Zahlen nach ersten Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) weiter.

Die großen Exportmengen hängen auch damit zusammen, dass die Betreiber von Braunkohlekraftwerken ihre lukrativen Anlagen immer möglichst rund um die Uhr laufen lassen wollen. Das passt jedoch nicht mit einer hohen Einspeisung von Grünstrom zusammen. In Zukunft müssen die konventionellen Energien daher mehr Flexibilität zeigen, um im Netz Platz zu machen für die Erneuerbaren.

Fragen & Antworten zum Ausbau der Erneuerbaren Energien
https://www.erneuerbare-jetzt.de

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